Sozialagentur München

Von unseren Anfängen bis heute:
Die Geschichte von Hilfreiche Hände e.V.

Behinderte helfen Behinderten - so fing alles an

Die Wurzeln unseres Vereins gehen auf das Jahr 2005 zurück. Ursprünglich als selbstlose Initiative unter dem Namen »Behinderte helfen Behinderten« gründete ein kleines Team um Christina Heinrich und Günther Rottensteiner im September 2005 einen Hilfsdienst auf privater Basis. Schon damals stand im Vordergrund, Menschen in Notlagen zu helfen, die sich selbst finanziell keine Hilfe leisten konnten.

Unser »Familienprojekt« entsprang auch der Erfahrung unseres Gründungsmitglieds Günther Rottensteiner. Selbst körperlich behindert, wusste er um die Schwierigkeiten von Menschen in Notsituationen aus eigenem Erleben. Dass diese Probleme beim Erledigen alltäglicher Verrichtungen beginnen und bis zu Komplikationen reichen, die eigenen Rechte vor Behörden und Institutionen durchzusetzen.

Pflegedienst

Team der ersten Stunde: Christina Heinrich, Günther Rottensteiner und Mitarbeiterin Iris Horcher.
Foto: Stefanie Heinrich

Also war unser Anliegen, Abhilfe zu schaffen und mit konkreten Taten Hilfe für Menschen mit Pflegebedürftigkeit, körperlichen oder gesundheitlichen Hürden zu schaffen. Anfangs arbeitete unser kleines Team neben der eigenen Berufstätigkeit in Tages- und Nachteinsätzen und unterstützte tatkräftig unsere ersten beiden Klientinnen: zwei Freundinnen, eine 99 und die andere 95 Jahre alt.

Im damaligen Ladengeschäft Dies & Das in der Otto-Wagner-Straße 26 in Germering durften wir mietfrei mit einziehen und alle Einrichtungen mitbenutzen. So geschah es, dass nach und nach zu den beiden Damen in München weitere Patientinnen dazu kamen. Wir arbeiteten auf private Rechnung, halfen unseren Klientinnen und Klienten, Fördermittel von Staat und Krankenkasse zu bekommen - und zahlten oft genug aus eigener Tasche drauf, da die Mindestversorgung mit den vorhandenen Mitteln sonst nicht sicher gestellt gewesen wäre.

Hilfreiche Hände

Freude über das erste Auto. Christina Heinrich, Günther Rottensteiner und Siegfried Heinrich.

Vor allem unsere ersten beiden Patientinnen motivierten uns immer wieder aufs Neue, weiterzumachen: Ihre dankbaren Worte und Blicke ließen uns kämpfen. Sie wurden für uns zum Antrieb, alle möglichen Hürden zu nehmen und legten damit den Grundstein für unseren heutigen Pflegedienst und Sozialagentur, Hilfreiche Hände e.V.

Die Teams des mittlerweile zu »Hilfreiche Hände« umbenannten Hilfsdienstes und Dies & Das halfen zusammen, organisierten gemeinsame Stände an den Marktsonntagen in Germering und kauften bald schon das erste Einsatzfahrzeug. Dank Unterstützung aus der Bevölkerung konnten wir schon damals Hilfsmittel, Lebensmittel und andere notwendige Dinge für unsere Patientinnen und Patienten beschaffen.